Auf dem Königsweg

Kaum vorstellbar: Olaf Scholz und Co. samt Frank Walter Steinmeier würden jeden Monat in einem anderen Bundesland residieren. Was für ein logistischer Aufwand, die gastgebenden Regierungssitze hätten den Tross mit seinen ausgefallenen Ansprüchen möglicherweise bald satt. Den Kaisern und Königen des Mittelalters, bzw. ihren Untertanen, erging es so, und die Pfalz Werla am Harzrand, die heute auf meinem Weg von Wolfenbüttel zum Kloster Wöltingerode liegt, gehörte zu den belieben Regierungssitzen des Mittelalters bis zur Regierungszeit Friedrich Barbarossas. Immerhin gab es dort schon Fussbodenheizung! Nach dem Hoftag vom 15. August 1180 ließ sich dort kein Herrscher mehr blicken. Tempi passati, das Harzvorland aber bleibt reizvoll, und wer sich auf den Königsweg begibt, kann sich vielleicht ausmalen, wie behäbig, aber auch wie erstaunlich mobil das Regierungsgeschäft im 12. Jahrhundert gewesen sein muss. Aber das Netz an internationalen Wanderwegen hat noch mehr zu bieten: Zeitweise war ich auf dem Europäischen Fernwanderweg E 6 unterwegs: Route Ostsee – Wachau – Adria – Ägäis. Wer auch immer diesen Weg heute wandert, er oder sie wird vielleicht über Freiheit und die Überwindung von Grenzen nachdenken – und vielleicht den Menschen begegnen, die heute nur noch auf Grenzen stoßen.

Braunschweiger Schlossattrappe
Diese Adresse merken – Wolfenbüttel!
Wo Wasser, da Venedig – und Amore! Klein Venedig in Wolfenbüttel
Giacomo Casanova war auch Bibliothekar – und so auch in Wolfenbüttel – hier schlief er!
Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus), die ‚blaue Blume‘ der Romantik
Dimensionen: Auf dem Fernwanderweg Richtung Ägäis – durch den Oderwald hinter Wolfenbüttel
… Buchen im Trockenstress
Kaiserliche Pfalz Werla
Im Okertal
Der Berg
Kloster Wöltingerode