Avanti!

Gestern hat unser Toaster seinen Geist aufgegeben. Ein ‚Türlitoaster‘, der Nachbau eines Schweizer Klapptoasters von 1959. Ich frage mich, ob dies ein gutes oder schlechtes Omen ist, einen Tag vor dem erneuten Aufbruch nach Italien. Das ‚Türli‘ bleibt kalt und verweigert die Röstaromen. Vielleicht habe ich es einfach an der nötigen Andacht, den ein Klapptoaster nun einmal verlangt, fehlen lassen. Einfach anstellen und gedankenlos das Brot vor den Grill zwängen. Das war eine Gedankenlosigkeit zu viel. Ich sehe Firri am einsamen Lagerfeuer irgendwo in Umbrien, wie er sich voller Hingabe eine Bruschetta zubereitet, mit viel Knoblauch aber ohne Tomate. Die musste erst entdeckt werden. Möglicherweise hat er beim Anblick der züngelnden Flammen an das Fegefeuer gedacht. Oder sich einfach nur dieses vollfunktionsfähigen Toasters mittelalterlicher Bauart erfreut. Das bleiben Fantasien, Albert von Stade hat uns nichts davon überliefert. Denn Tyrri und Firri, das sind Hans und Franz und Jedermann und Jedefrau, Du und ich mit ihrer eigenen Geschichte. Diese Geschichte hier soll, so Gott will, ersteinmal weitergehen. Es wäre ja auch langweilig einfach aufzuhören. Und in Italien soll es Toaster geben, sehr stabile mit ansprechendem Design. Wenn das kein Grund ist!